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Ost und West
Mischtechnik auf Papier
42 × 56 cm
Unikat
Zwei eigenständige Formen begegnen sich. Sie nähern sich an, umkreisen einander, weichen aus und finden doch immer wieder zueinander. Es entsteht eine Bewegung, die keiner sichtbaren Choreografie folgt und dennoch einer eigenen Ordnung zu gehorchen scheint.
Inspiriert ist Ost und West von der Beobachtung von Koi-Karpfen, die sich im Wasser nahezu schwerelos umeinander bewegen. Ähnlich wie Vogelschwärme finden sie ihren Weg, ohne miteinander zu kollidieren. Nähe und Distanz, Bewegung und Stillstand, Eigenständigkeit und Verbundenheit stehen dabei nicht im Widerspruch zueinander. Sie bedingen einander.
Eins und eins ist mehr als zwei.
Die Geschichte hinter dem Werk
Zwei eigenständige Formen begegnen sich. Sie nähern sich an, umkreisen einander, weichen aus und finden doch immer wieder zueinander. Es entsteht eine Bewegung, die keiner sichtbaren Choreografie folgt und dennoch einer eigenen Ordnung zu gehorchen scheint.
Inspiriert ist Ost und West von der Beobachtung von Koi-Karpfen, die sich im Wasser nahezu schwerelos umeinander bewegen. Ähnlich wie Vogelschwärme finden sie ihren Weg, ohne miteinander zu kollidieren. Nähe und Distanz, Bewegung und Stillstand, Eigenständigkeit und Verbundenheit stehen dabei nicht im Widerspruch zueinander. Sie bedingen einander.
Die beiden Formen im Bild bleiben für sich erkennbar. Keine muss sich der anderen unterordnen oder ihre Eigenart aufgeben. Und doch entsteht durch ihre Begegnung etwas, das über die Summe der Einzelteile hinausgeht.
Eins und eins ist mehr als zwei.
Ost und West beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Unterschieden. Mit der Möglichkeit, einander zu begegnen, ohne gleich werden zu müssen. Mit einer Ordnung, die nicht durch Kontrolle entsteht, sondern durch Bewegung, Aufmerksamkeit und wechselseitige Wahrnehmung.
Das Werk lässt sich auch als Sinnbild menschlicher Beziehungen verstehen: Zwei Menschen, zwei Perspektiven, zwei Welten können für sich vollständig sein und gemeinsam dennoch etwas hervorbringen, das keiner allein erschaffen könnte.
Dabei geht es nicht um Verschmelzung, sondern um das Zusammenspiel eigenständiger Kräfte. Nicht um die Auflösung von Gegensätzen, sondern um deren produktive Verbindung.
Der Titel Ost und West verweist auf unterschiedliche Richtungen, Sichtweisen und kulturelle Räume. Er lädt dazu ein, Trennung nicht als zwangsläufige Konsequenz von Verschiedenheit zu betrachten.
Vielleicht liegt gerade darin eine besondere Form von Harmonie: nicht in der Gleichheit, sondern in der Fähigkeit, Unterschiede in Bewegung miteinander zu verbinden.
Denn manchmal entsteht das Größere gerade dadurch, dass das Einzelne eigenständig bleiben darf.
Text © Friederike von Corratio · Fragen zu diesem Werk: Kontakt